{"id":489,"date":"2013-06-07T05:04:02","date_gmt":"2013-06-07T04:04:02","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfey.ch\/blog\/?p=489"},"modified":"2013-06-07T05:18:52","modified_gmt":"2013-06-07T04:18:52","slug":"the-german-patient","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/2013\/06\/07\/the-german-patient\/","title":{"rendered":"The German Patient"},"content":{"rendered":"<p>Unser Aufenthalt in Copacabana hat sich etwas in die L\u00e4nge gezogen, weil Jonas weiterhin hohes Fieber hatte und das etwas auskurieren musste. So blieben wir einen Tag l\u00e4nger als geplant in Bolivien am Titikakasee. Deshalb und weil es sehr touristisch sein soll, haben wir Puno (die peruanische Seite des Titikakasees mit seinen schwimmenden Inseln) nur als Umsteigebahnhof Richtung Arequipa verwendet. Ein weiterer Grund war, dass Arequipa als wohlhabende Stadt mit einer knappen Million Einwohnern mehrere Privatkliniken zu bieten hat. Obwohl dies nur als Notfalloption gedacht war, haben wir uns aufgrund des anhaltenden Fiebers und der zunehmenden Atemprobleme von Jonas entschieden, eine \u00e4rztliche Meinung einzuholen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230529.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230529.jpg\" alt=\"20130606-230529.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die gute Nachricht war, dass keine Viruserkrankung vorlag (z. B. Dengue-Fieber aus der Pampas). Allerdings musste die bakterielle Infektion im Halsbereich mit Antibiotika behandelt werden.<\/p>\n<h2>Arequipa<\/h2>\n<p>Die Innenstadt von Arequipa ist relativ modern und intakt, was uns im Vergleich zu grossen Teilen Boliviens zun\u00e4chst erstaunt hat. Im Supermarkt gab es wieder s\u00e4mtliche europ\u00e4ische Luxusprodukte, auch Starbucks, McDonalds, Burger King und Konsorten waren wieder vertreten. Das mildere Klima (2300m statt 3800m) kam uns entgegen, das belanglose bolivianische Essen wich gew\u00fcrzter K\u00fcche und so f\u00fchlten wir uns in Arequipa wohl.<\/p>\n<p>Ansonsten war zuf\u00e4llig Fronleichnam (Corpo Cristi), was im Gegensatz zu grossen Teilen Deutschlands und der Schweiz gross gefeiert wird. So konnten wir spontan am Plaza de Armas der Prozession beiwohnen. Hierzu wurden den ganzen Tag \u00fcber christliche Bilder aus gef\u00e4rbtem Sand auf die Strassen um den Platz gemalt, die dann feierlich von der Festgesellschaft unter Anf\u00fchrung des Erzbischofs von Arequipa zertreten wurden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230746.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230746.jpg\" alt=\"20130606-230746.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230823.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230823.jpg\" alt=\"20130606-230823.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Valle de Colca &#8211; Colca Canyon<\/h2>\n<p>In der N\u00e4he von Arequipa liegt der Colca Canyon, eine Schlucht tiefer als der Grand Canyon in Arizona. Gerne h\u00e4tten wir diese Schlucht in einer dreit\u00e4gigen Tour erwandert (die einzige M\u00f6glichkeit, richtig in den Canyon hinein zu kommen). Aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden mussten wir dies leider durch eine zweit\u00e4gige gef\u00fchrte Touri-Tour ersetzen, die allerdings nur in das Tal an den Anfang des Canyons f\u00fchrte. So konnten wir immerhin etwas das Tal bestaunen und bis an den Cruz del Condor vorstossen, wo eine der gr\u00f6ssten Kondorkolonien ans\u00e4ssig ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230956.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-230956.jpg\" alt=\"20130606-230956.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ansonsten war die Tour wie erwartet \u00fcberhaupt nicht nach unserem Geschmack, mit einem F\u00fchrer der fortw\u00e4hrend schlechte Witze riss und nur Stopps in absoluten Touristenhotspots machte, wo er sicher jedes Mal eine Provision kassieren konnte. Beim gemeinsamen Abendessen fanden sich ganz spontan ein kleines folkloristisches Quartett sowie ein T\u00e4nzerpaar ein, um peruanisches Musik- und Tanzgut zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231029.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231029.jpg\" alt=\"20130606-231029.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Cusco<\/h2>\n<p>In Peru gibt es zwei Busgesellschaften, die sich von der Masse abheben, sowohl preislich als auch vom Service und der Qualit\u00e4t. Da Jonas immer noch etwas reduziert war, haben wir den Cruzero Suite von Cruz del Sur nach Cusco gebucht. Dieser Bus ist die Cr\u00e8me de la Cr\u00e8me seines Standes mit Full-Cama, pers\u00f6nlichem Touchscreenmonitor mit diversen Filmen zum Ausw\u00e4hlen, WIFI, Abendessen und Heizung! Das einzige, was zu bem\u00e4ngeln war, war der merkw\u00fcrdige Fahrplan. In Arequipa fuhren wir um 20 Uhr los, um bereits um 6 Uhr in Cusco anzukommen. Um 5 Uhr wurden wir allerdings schon geweckt, damit wir um 6 Uhr auch ausstiegsbereit waren.<\/p>\n<p>In Cusco dreht sich alles um die Inkas. Die Umgebung ist \u00fcbers\u00e4t von Inkaruinen, mehr oder weniger zerst\u00f6rt von den Spaniern und dem Wetter. Die Spanier trifft wohl die Hauptschuld, da sie die Steine der Inkast\u00e4tten zum Bau ihrer Kathedralen und anderen Kirchen verwendet haben. Cusco ist somit eine Mischung aus Inkagestein und Kolonialbauten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231151.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231151.jpg\" alt=\"20130606-231151.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Man kommt in Cusco nicht umher, das Boleto Turistico zu kaufen, das zw\u00f6lf Tage lang Eintritt zu den wichtigsten St\u00e4tten erm\u00f6glicht. Selbstverst\u00e4ndlich ist die bekannteste Inkaruine Machu Picchu nicht in dem Ticket enthalten, sondern kostet noch einmal dasselbe. In den letzen drei Tagen haben wir uns bem\u00fcht, so viele St\u00e4tten wie m\u00f6glich zu besichtigen. Die n\u00e4chste Ruine zu Cusco liegt an dessen Rand und heisst Saqsaywaman und war laut unserem Guide die wichtigste und heiligste St\u00e4tte der Inka, denn hier lebte der Hohenpriester. Hier findet immer noch j\u00e4hrlich das grosse Fest zur Sommersonnenwende Inti Raymi statt. Die Spanier haben dies allerdings vom 21. auf den 24. Juni verschoben und dabei ist es geblieben.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231320.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231320.jpg\" alt=\"20130606-231320.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Heute wurde uns leider der Zutritt nach Pisaq verwehrt, da die einzige Br\u00fccke im gesamten Tal f\u00fcr die n\u00e4chsten zwei Monate in Reparatur ist. So mussten wir uns bei Regen mit Ollantaytambo und Chinchero zufrieden geben, die aber auch beeindruckend sind.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231358.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/06\/20130606-231358.jpg\" alt=\"20130606-231358.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Morgen fr\u00fch begeben wir uns abermals auf eine gef\u00fchrte Tour, diesmal die Inka Jungle Tour mit dem Ziel Machu Picchu inklusive Huaynapicchu am Montag. Wir hoffen, dass es nicht allzu viel regnet..<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Unser Aufenthalt in Copacabana hat sich etwas in die L\u00e4nge gezogen, weil Jonas weiterhin hohes Fieber hatte und das etwas auskurieren musste. 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