{"id":446,"date":"2013-05-28T01:04:16","date_gmt":"2013-05-28T00:04:16","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfey.ch\/blog\/?p=446"},"modified":"2013-05-28T02:01:06","modified_gmt":"2013-05-28T01:01:06","slug":"in-die-pampas-und-zuruck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/2013\/05\/28\/in-die-pampas-und-zuruck\/","title":{"rendered":"In die Pampas und zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p>Nach sieben Stunden Wartezeit am Flughafen in El Alto erhob sich unser Flugzeug endlich in die L\u00fcfte mit der wohl sinnlosesten Flugbegleiterin aller Zeiten. Ihre einzige Aufgabe war gelangweilt die Sicherheitsdurchsage in eint\u00f6nigem Englisch und Spanisch durchzuf\u00fchren. Die restliche Zeit des Fluges sass sie wie jeder andere auf einem Passagiersitz. Service wie Essen oder Getr\u00e4nke gab es auf diesem kurzen, etwas holprigen Flug nicht. <\/p>\n<p>Die Landung erfolgte auf einer erst vor drei Jahren geteerten Landebahn mitten im Dschungel. Die Luft war feucht und etliche Grade w\u00e4rmer als in La Paz. Vom Flugzeug wurden wir etwa hundert Meter mit einem kleinen Sammelbus bis zum Flughafengeb\u00e4ude gefahren, wo wir auf unser Gep\u00e4ck warten mussten. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-200244.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-200244.jpg\" alt=\"20130527-200244.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>\u00dcberraschenderweise und vermutlich der sp\u00e4ten Ankunft zu schulden, wurden wir von unserem Tourveranstalter abgeholt und ins Hotel gebracht.<\/p>\n<h2>Pampas<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen wurden wir am selben Ort wieder abgeholt und 3 1\/2 Stunden \u00fcber eine sehr unebene Landstrasse in die Pampas verfrachtet. Den letzten kurzen Abschnitt legten wir mit einem motorisierten Kanu, mit dem wir die n\u00e4chsten Tage die Umgebung erkunden sollten, zur\u00fcck. Bereits hier erblickten wir die ersten exotischen Tiere, pinke Flussdelfine.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-2005522.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-2005522.jpg\" alt=\"20130527-200552.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Beim gemeinsamen Mittagessen mit unserem Guide Nixon stellte sich heraus, dass wir die einzigen G\u00e4ste auf dieser Tour waren. Den gesamten Nachmittag sowie den Morgen des n\u00e4chsten Tages verbrachten wir auf dem Fluss auf der Suche nach weiteren Wildtieren. Neben diversen exotischen V\u00f6geln (Kormorane, Hoaxin, drei Arten Storche und weitere) konnten wir unz\u00e4hlige Kaimane (sowohl schwarze als auch Brillenkaimane), Schildkr\u00f6ten jeder Gr\u00f6sse und verschiedene Affenarten (Kapuzineraffen und squirrel monkeys) bestaunen. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-201515.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-201515.jpg\" alt=\"20130527-201515.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-202658.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-202658.jpg\" alt=\"20130527-202658.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-2030461.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-2030461.jpg\" alt=\"20130527-203046.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-2036551.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-2036551.jpg\" alt=\"20130527-203655.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Nachmittag des zweiten Tages versuchten wir uns in der Kunst des Piranhafischens. Diese kleinen Biester lassen sich nur schwer einfangen, da sie immer nur kleine Teile des K\u00f6ders abbeissen. W\u00e4hrend wir zu zweit lediglich dreimal erfolgreich waren, fing Nixon stolze 18 Exemplare. Beim Abendessen durften wir unseren Fang dann probieren. Die Fleischausbeute pro Fisch ist jedoch minimal und so waren wir froh dass es wie bei jeder Mahlzeit diverse Speisen gab.<\/p>\n<p>Den letzten Tag verbrachten wir etwas aktiver auf der Suche nach Anakondas wurden jedoch aufgrund des bew\u00f6lkten Wetters und des noch eher hohen Wasserstandes nicht f\u00fcndig.<\/p>\n<h2>Reise nach Coroico<\/h2>\n<p>Nun wollten wir nach Copacabana am Titikakasee weiter, doch ist dies nur \u00fcber La Paz m\u00f6glich. Da wir nicht schon wieder fliegen wollten und die Strasse nach La Paz nicht blockiert wurde, entschieden wir uns den Bus zu nehmen und die Fahrt in Coroico zu unterbrechen. Dies gestaltete sich jedoch wieder einmal schwierig. Die Busse fahren von Rurrenabaque alle um die Mittagszeit ab, um in La Paz fr\u00fch morgens anzukommen. Da Coroico nur etwa vier Stunden vor La Paz liegt, w\u00e4ren sie dort gegen 3 Uhr angekommen. Zudem wollten wir eine Nachtfahrt auf den schlechten Strassen vermeiden. Die Alternative sind Colectivos, die sobald sie voll sind (d.h. sechs oder sieben Passagiere) losfahren. Allerdings fahren sie jeweils nur bis zur n\u00e4chsten grossen Wegkreuzung, wo der Kleinbus gewechselt und abermals gewartet werden muss bis er voll ist. Dabei kann es sich wie in unserem Fall auch um zwei Stunden handeln. Mit dem zweiten Colectivo kamen wir an eine Strassensperre aufgrund einer Baustelle. Dort mussten wir drei Stunden warten bis um f\u00fcnf Uhr die Bauarbeiten eingestellt wurden.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-204140.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-204140.jpg\" alt=\"20130527-204140.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Somit kamen wir doch erst um sieben Uhr in Caranavi an, etwa zwei Stunden vor Coroico. Zu dieser sp\u00e4ten Stunde fanden sich nicht genug Interessenten um ein ganzes Colectivo zu f\u00fcllen. Also buchten wir nach einigem \u00dcberlegen einen Expresso (Colectivo f\u00fcr uns ganz alleine), was etwas weniger als sieben Einzelpl\u00e4tze kostete. Nach drei anstatt den anvisierten zwei Stunden kamen wir in Nacht und Nebel gegen Mitternacht im scheinbar toten Coroico an. Dank eines hilfbereiten Strassenverk\u00e4ufers fanden wir schliesslich auch eine Unterkunft, mussten allerdings die franz\u00f6sische Gastmutter aus ihren Tr\u00e4umen reissen. <\/p>\n<h2>Coroico<\/h2>\n<p>In diesem Wochendausflugsziel f\u00fcr reiche Grossst\u00e4dter kann man vor allem die Natur geniessen und wandern &#8211; normalerweise. Auf Empfehlung des Touristenb\u00fcros machten wir uns am n\u00e4chsten Morgen auf die Wanderung zu den drei Wasserf\u00e4llen. Schon vor dem ersten Wasserfall war der Weg jedoch so verwuchert und an gewissen Stellen abgerutscht, dass wir dieses Unterfangen klitschnass (aufgrund des n\u00e4chtlichen Regens) abbrechen mussten. Stattdessen vergn\u00fcgten wir uns im Hostal eigenen Pool.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-204551.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-204551.jpg\" alt=\"20130527-204551.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Weiterfahrt nach La Paz<\/h2>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen bestiegen wir erneut ein Colectivo, dass uns direkt nach La Paz bringen sollte. Zu unserem Erstaunen bog der Fahrer jedoch an der ersten Kreuzung anstatt nach rechts auf die neue asphaltierte Schnellstrasse nach links auf die eigentlich geschlossene Death Road, die wir eigentlich vermeiden wollten, ab. Vermutlich kostet die Schnellstrasse einen oder zwei Franken Geb\u00fchr. Gl\u00fccklicherweise kamen wir trotzdem einigermassen p\u00fcnktlich und wohlbehalten an.<\/p>\n<p>Um nicht wieder den ganzen Tag im Bus zu sitzen, \u00fcbernachteten wir noch einmal in La Paz. Dies war jedoch nicht die beste Entscheidung, da am n\u00e4chsten Tag dass grosse Quartierfest Gran Poder genau um unser Hostal stattfand. Daher konnte uns der Bus nicht wie eigentlich ausgemacht am Hotel abholen, stattdessen holte uns eine schlecht organisierte Dame zu Fuss ab und versuchte immer wieder neue Treffpunkte mit dem Busfahrer per Telefon zu vereinbaren. Letztendlich fuhren wir vom Busbahnhof mit einiger Versp\u00e4tung ab.<\/p>\n<h2>Copacabana<\/h2>\n<p>Nein, wir sind nicht in Rio de Janeiro, sondern am Titikakasee angekommen, neun Kilometer vor der peruanischen Grenze. Obwohl auf 3800 Metern H\u00f6he und an nur einem sehr grossen See gelegen, w\u00e4hnt man sich fast am Meer, zumal der See Salzwasser enth\u00e4lt. Einzig die fehlenden Wellen und die eisige K\u00e4lte in der Nacht indizieren die Wahrheit. <\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-204853.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-204853.jpg\" alt=\"20130527-204853.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Den Nachmittag verbrachten wir mit vielen Deutschen und anderen Fussballverr\u00fcckten in einer kleinen Bar im Stadtzentrum wo wir den Triumph der falschen Mannschaft (und auch noch der uns\u00e4gliche Robben!!!) mit ansehen mussten.<\/p>\n<p>Typischerweise macht man von Copacabana aus eine Tour auf die Isla del Sol, wo nach Glauben der Incas die Geburtst\u00e4tte der Sonne und des Mondes liegt. Wir haben uns entschlossen mit dem Boot auf die Nordseite der Insel zu fahren und sie nach S\u00fcden zu erwandern, wo wieder ein Boot zur\u00fcckfuhr. Gemeinsam mit einem deutschen Nordlicht (Adrian), der bereits seit zwei Jahren um die Welt schippert, bezwangen wir die drei Viertausender. Offenbar haben die Einheimischen in den letzten Jahren die Touristen als Einnahmequelle entdeckt, dreimal wird man insgesamt zur Kasse gebeten, daf\u00fcr dass man auf der Insel wandern darf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-205202.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130527-205202.jpg\" alt=\"20130527-205202.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wieder in Copacabana angekommen, wurde Jonas kalt (wie ihr wisst ein schlechtes Zeichen). So verbrachten wir heute den Tag im Hotelzimmer, damit Jonas sich von seinen Fieberattacken erholen kann &#8211; hoffentlich sind nicht die M\u00fccken aus der Pampas Schuld.<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach sieben Stunden Wartezeit am Flughafen in El Alto erhob sich unser Flugzeug endlich in die L\u00fcfte mit der wohl sinnlosesten Flugbegleiterin aller Zeiten. Ihre einzige Aufgabe war gelangweilt die Sicherheitsdurchsage in eint\u00f6nigem Englisch und Spanisch durchzuf\u00fchren. Die restliche Zeit des Fluges sass sie wie jeder andere auf einem Passagiersitz. 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