{"id":424,"date":"2013-05-18T16:54:48","date_gmt":"2013-05-18T15:54:48","guid":{"rendered":"http:\/\/wolfey.ch\/blog\/?p=424"},"modified":"2013-05-18T18:46:41","modified_gmt":"2013-05-18T17:46:41","slug":"geduld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/2013\/05\/18\/geduld\/","title":{"rendered":"Geduld"},"content":{"rendered":"<p><i>In Bolivia, todo es posible, pero nada es cierto.<\/i> -Alberto<\/p>\n<p>Diese Weisheit unseres Guides auf der Uyuni-Fahrt sollte sich bewahrheiten. Die Blockaden, die just an dem Tag begannen, wo wir in Uyuni ankamen, halten weiterhin an. Zumeist finden die Blockaden der Verbindungsstrassen zwischen den grossen St\u00e4dten sowie die Demonstrationen tags\u00fcber statt. Da selbst der Verk\u00e4ufer des Busunternehmens in Cochabamba uns strengstens vor einer Fahrt durch die Nacht abgeraten hat, blieb uns seit Sucre nur die Fliegerei als Alternative. Dies macht dieses eigentlich preiswerte Land doch etwas teurer und man sieht dabei die Landschaft zwischen den St\u00e4dten nicht. Ausserdem verstehen wir nicht den Sinn dieser Blockaden, wenn doch die Reichen sich dem einfach entziehen k\u00f6nnen, wenn sie fliegen.<\/p>\n<h2>Sucre<\/h2>\n<p>Sucre, offiziell Hauptstadt des Landes (Regierungssitz und emotionale Hauptstadt ist La Paz) ist Teil des Weltkulturerbes der UNESCO als beispielhafte Kolonialstadt. Die durchweg weissen H\u00e4user der Altstadt m\u00fcssen j\u00e4hrlich neu gestrichen werden, um diesen Status zu bewahren. Das ist aber nicht immer sichtbar. Die Stadt ist sehr ruhig und klein (weitere Anzeichen daf\u00fcr, dass es nicht die wahre Hauptstadt ist). Etwas hektisch geht es auf dem Sonntagsmarkt (ausser auf dem Hauptplatz) im nahegelegenen Tarabuco zu, wo sich die indigene Bev\u00f6lkerung des Umlandes w\u00f6chentlich trifft und Handel betreibt. Hier findet man alles, was man f\u00fcr das Haus, die K\u00fcche und auch kleidungstechnisch braucht. F\u00fcr die Touristen sind insbesondere die selbstgewebten Stoffe interessant.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-124229.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-124229.jpg\" alt=\"20130518-124229.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Aber es gibt auch kulinarische Besonderheiten auf diesem Markt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-125424.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-125424.jpg\" alt=\"20130518-125424.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Cochabamba<\/h2>\n<p>Wie gesagt hielten die Blockaden weiter an und statt einer siebenst\u00fcndigen Nachtbusfahrt sind wir zum ersten Mal geflogen. Also waren wir nach 21 Minuten Flug mit BoA (Boliviana de Aviaci\u00f3n) in Cochabamba, einer Provinzhauptstadt mit 600000 Einwohnern. Ein grosser Teil der Innenstadt scheint komplett aus Markt zu bestehen. Man kann ohne weiteres stundenlang durch enge Gassen laufen und Ware aller Art bewundern. Als Schutzpatron steht auf dem Haush\u00fcgel der <i>Cristo de la Concordia<\/i>. Diese Statue ist etwas gr\u00f6sser als der weltber\u00fchmte <i>Cristo Redentor<\/i> in Rio de Janeiro, aber kaum bekannt.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-125747.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-125747.jpg\" alt=\"20130518-125747.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ansonsten gibt es keine Sehensw\u00fcrdigkeiten in Cochabamba, so dass wir schon nach einer Nacht bereit waren, weiterzufahren. Als wir am Vortag am Busbahnhof gefragt hatten, wie die Situation sei, konnten sie uns noch keine definitiven Informationen geben, nur dass es an diesem Tag keine Probleme gebe. Am n\u00e4chsten Morgen fanden wir uns also wieder am Busbahnhof ein und prompt wurde wieder blockiert. Wie bereits erw\u00e4hnt, wollte uns der Angestellte des Busunternehmens aus Sicherheitsgr\u00fcnden kein Ticket f\u00fcr den Nachtbus verkaufen, also waren wir abends wieder auf dem Weg zum Flughafen, diesmal ging es mit TAM (Transporte A\u00e9reo Militar) nach La Paz.<\/p>\n<h2>La Paz<\/h2>\n<p>Der Anflug nach La Paz soll atemberaubend sein, da es aber schon dunkel und zudem bew\u00f6lkt war, wurde uns dieser Anblick weitestgehend vorenthalten. Das Wetter hat sich \u00fcber die drei Tage leider gehalten. Trotzdem machten wir uns am n\u00e4chsten Morgen auf den Weg zum Hauptplatz Plaza Murillo, an dem auch die Kathedrale steht. Aber bereits am Plaza San Francisco wurde uns der Weg durch einen Demonstrationszug versperrt. An den Ausmassen dieser Demonstration (welche offenbar schon neun Tage zuvor begonnen hatte) und der Tatsache, dass sie von kleinen Dynamitexplosionen begleitet wurde, best\u00e4tigte den Eindruck, dass wir in der eigentlichen Hauptstadt angekommen waren.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-131447.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-131447.jpg\" alt=\"20130518-131447.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Zwar konnten wir \u00fcber eine Br\u00fccke an dem Zug vorbei, aber der Plaza Murillo inklusive Regierungsgeb\u00e4ude wurde von unz\u00e4hligen Polizisten mit Schutzschildern und harten Waffen abgeriegelt. Also versuchten wir, andere Teile der Stadt zu besichtigen, was immer wieder an kleineren Demonstrationsz\u00fcgen endete.<\/p>\n<p>Am n\u00e4chsten Morgen sind wir etwas fr\u00fcher losgegangen, um eventuell noch vor den grossen Demonstrationen an den Hauptplatz zu gelangen. Zwar war wieder alles abgeriegelt, aber diesmal durften wir als Touristen trotzdem den Platz und die Kathedrale betreten. Dort trafen wir alle Tauben der Stadt an.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-133409.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-133409.jpg\" alt=\"20130518-133409.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<p>Ansonsten gibt es selbstverst\u00e4ndlich auch in La Paz einige M\u00e4rkte. Einer der bekanntesten ist der sogenannte Mercado de Hechicer\u00eda, wo die Aymara Kr\u00e4uter, rituelle und mystische Gegenst\u00e4nde verkaufen &#8211; unter anderem auch getrocknete Lamaf\u00f6ten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-133645.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/wolfey.ch\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/05\/20130518-133645.jpg\" alt=\"20130518-133645.jpg\" class=\"alignnone size-full\" \/><\/a><\/p>\n<h2>Weiter<\/h2>\n<p>Jetzt sind wir wieder am Flughafen. Eigentlich sollten wir schon l\u00e4ngst in Rurrenabaque sein, morgen fr\u00fch geht unsere Tour in die Pampas los. Unser Flug mit Amaszonas (jetzt haben wir dann alle einheimischen Fluggesellschaften durch) wurde von 10:00 auf 16:15 verschoben, mal sehen, ob das stimmt und ob wir tats\u00e4chlich morgen fr\u00fch losfahren..<\/p>\n<!-- AddThis Advanced Settings generic via filter on the_content --><!-- AddThis Share Buttons generic via filter on the_content -->","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Bolivia, todo es posible, pero nada es cierto. -Alberto Diese Weisheit unseres Guides auf der Uyuni-Fahrt sollte sich bewahrheiten. Die Blockaden, die just an dem Tag begannen, wo wir in Uyuni ankamen, halten weiterhin an. Zumeist finden die Blockaden der Verbindungsstrassen zwischen den grossen St\u00e4dten sowie die Demonstrationen tags\u00fcber statt. 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